texasholdem

Entscheide dich stets für die Liebe! Wenn du dich ein für allemal dazu entschlossen hast, wirst du die ganze Welt bezwingen. (Dostowjeskij)
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Dienstag, 05.08.2008, 21:43

Nun hat diese lange Geschichte doch ein Ende.

Nach Hin und Her, nach Bangen, nach Hoffnungen, nach Enttäuschungen und Unmengen an Tränen gibt es tatsächlich ein Happy End.

Trotz vieler gegenteiliger Vorhersagen und ehrlich gesagt hab ich es selbst auch nicht mehr geglaubt, aber Wunder passieren eben ;)

Er hat sie also verlassen. Für mich.
Er stand vor meiner Tür, drei Tage vor meinem Abflug ins Ausland und gestand mir, dass er nicht ohne mich leben könne, dass ich mit zu ihm kommen solle.
Tage darauf war ich auch schon mit ihm Trauzeugin bei der Hochzeit seines Bruders ;)

In zwei Wochen beginnt also mein neues Leben mit ihm.
Ich ziehe bis Weihnachten in den Ort meiner neuen Arbeitsstätte, die wenige Kilometer von ihm zuhause entfernt ist und Weihnachten richten wir uns ein gemeinsames Zuhause ein.

Ist das nicht wunderbar? Ich kann es selbst noch gar nicht glauben, wie ich so ein Glück verdient hab!

Ich hab schon seine ganze Familie kennen gelernt, seine Freunde, sein Zuhause...
Wahnsinn. Ich hatte noch nie dieses Gefühl von Geborgenheit, Familie.

Also, an alle, die in einer ähnlichen Situation sind, die mit mir gelitten haben und oft gedacht haben, dass das Leben nicht mehr weitergeht....

Es gibt Hoffnung, Wunder passieren.
Echte Liebe wird sich am Ende eben doch durchsetzen.
Ich bin das beste Beispiel dafür!

vielen Dank an alle, die diese Zeit mit mir durchgestanden haben!


Freitag, 13.06.2008, 19:52

Wie gern würd ich mit meiner Hand deine wunderbare Haut in deinem so vertrauten Gesicht berühren, wie gerne hätt ich es, wenn du dein Gesicht in meine Hand schmiegst, ich dir in die Augen sehe und dir sagen kann, wie sehr ich dich liebe.
Ich habe nicht einmal mehr die Kraft, zu weinen. Ehrlich. Eigentlich bin ich auch zu schwach, um überhaupt noch zu schreiben, aber was soll ich tun?
Um es auszuhalten, dass du nicht mehr bei mir bist, obwohl du jeden meiner Gedanken regierst, es keine Sekunde meines Tages gibt, die nicht von deinem Gesicht, deinem Lachen, deinen Händen, deiner Stimme, deinem Geruch erfüllt ist.
Ich schlafe und arbeite, das ist alles.
Selbst freie Tage verbringe ich im Bett.
Hab keine Kraft, noch irgendetwas zu tun. Mit dir ist auch meine Lebensfreude gegangen.
Bedeutungslos, welches Wetter herrscht, wie viele Feste meine Freunde feiern, wie viel Zeit ich hab, was ich auch tue, für mich sind alle Tage gleich.
Grau, bedeutungslos.
Mein Leben ist wie ein Ausschnitt aus dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“.
Den ganzen Tag lang sehe ich auf die Uhr, sehe, wie der Zeiger sich bewegt, von Sekunde zu Minute zu Stunde. Bis ich das Geschäft abschließe, nachhause fahre und wieder auf die Uhr starre. Die Stunden zähle, auf die Zeit warte, die realistisch genug ist, um bereits schlafen zu gehen.
Der Schmerz ist nicht so stark im Schlaf.
Schlimm ist das Aufwachen, wenn die Realität mich wieder einholt, mir meine Hoffnungen der Nacht stiehlt. Und das Einschlafen, wenn ich mich so eng an meinen Polster klammere, um zumindest ein bisschen das Gefühl von Geborgenheit wieder zu finden.
Aber ich finde nicht einmal Trost.
Und am nächsten Tag stehe ich wieder auf, mit verquollenen Augen, weil ich eine Nacht mehr mit stillen Tränen in den Augen in den erlösenden Schlaf gesunken bin.


Mittwoch, 11.06.2008, 20:19

Letzte Nacht hast du mich angerufen.
Gefragt, ob ich zuhause bin, du wärst gerade in der Nähe und möchtest dir deine Shirts abholen.
Um drei Uhr nachts.
Ich sagte, du sollst nicht kommen, wenn es dir nur um die Shirts geht.
Ich werde dir die Shirts schon schicken, keine Sorge. Du brauchst nicht zu kommen. Um drei Uhr nachts.
Du sagtest, die Shirts seien der Hauptgrund, warum du kommen möchtest.
Ich sagte dir noch mal, dass ich dir die Shirts schicken werde, ich möchte nicht, dass du dafür extra kommst!
Aber du meintest, wir werden darüber reden, wenn du da bist. Ich könnte dir schon mal die Tür aufmachen, du wärst gleich da.
Normalerweise würde mein Herz in die Höhe springen, ich würde nervös schnellstens unter die Dusche und versuchen, nicht wie um drei Uhr nachts üblich auszusehen.
Aber diesmal stand ich einfach nur da. Zehn Minuten lang, angewurzelt, wusste nicht, was das für ein seltsames Gefühl war, das sich gerade über mein Herz hermachte.
Und als ich deine Schritte im Treppenhaus hörte, überkam mich ein Schauer und ich wusste es. Ich hatte Angst. Unglaubliche Angst, gemischt mit Stagnation.
Wie ein Sklave, der die neuerlichen Bestrafungen seines Herren fürchtet, sie aber schon so gewöhnt ist, dass er mit hängendem Kopf freiwillig zur erhobenen Hand schreitet.

Ich hatte Angst, du würdest mich wieder verletzen. Kommen, mir wieder deine Liebe zeigen, aber dein Mund würde verschlossen bleiben, bis auf den Abschied, wenn wir beide wieder nicht wissen, was zum Teufel wir jetzt tun oder sagen könnten.
Ohne den anderen zu verletzen, ohne uns selbst zu verletzen.
Der Abschied ist das Schlimmste.

Während unseren Gesprächen, die so wunderbar vertraut waren, wie immer, und ich mein Kinn auf dein Knie stützte, weil ich mich nicht gleich in deine Arme werfen wollte, und du meinen Fuß mit leichten Berührungen kitzeltest, entstand plötzlich dieser Ausdruck auf deinem Gesicht, dieses unglaubliche Lächeln, das bei mir immer den Eindruck erweckt, ich hätte dich kurz aus deinem Käfig gelassen.
Ich konnte dich überreden, ein wenig zu schlafen, bevor du wieder nachhause fährst.
Ich mache mir immer Sorgen um dich, wenn du Auto fährst, vor allem spätnachts, die vielen Unfälle, die du schon gehabt hast, sprechen Bände.
Wir lagen im Bett, weder du noch ich waren geduscht, ich hatte mich, zugegebener Maßen, nicht mal rasiert. Sobald ich mit dir schlafe, entsteht sofort wieder dieses riesige Glücksgefühl, und ich werde verletzlich.
Anhänglich, sanft, angewiesen auf deine Güte und Zärtlichkeit. Wie ein willenloser kleiner verletzter Hund, der seinem Retter hilflos ausgeliefert ist.
Du warst über mir, du lächeltest wieder, und plötzlich überkam mich dieses Gefühl… es war dasselbe Lächeln, das du in jener ersten Nacht hattest, die ganze Nacht lang, und auch noch, als du beim Gehen warst. Es war dasselbe Lächeln, das du immer hast, wenn du mir einst nach dem Sex in die Augen gesehen hast und sagstest „Ich liebe dich“.
Nur hast du es diesmal nicht gesagt. Du hast mich mit deinem verzauberten Lächeln minutenlang angestarrt, deine Augen sprühten vor lauter Worte, aber aus deinem Mund kam nichts, außer diesem riesigen Lächeln. So voller Wärme, Vertrauen, Geborgenheit, Sicherheit, Liebe.
Du schienst so unendlich glücklich.

Doch deine Angst hat dich davon abgehalten, etwas zu sagen. Irgendetwas. Deine Stimme war wie gelähmt.
Tränen standen mir in den Augen, als ich alles in deinen Augen las, was du nicht sagen konntest.
Es war, als könnte ich so tief in dein Herz sehen, ein direkter Blick zu deiner Seele.
Warum hast du nur nichts gesagt?

Dann hättest du dich vor dir selbst rechtfertigen müssen.
Beim Abschied sagtest du, du müsstest erst wissen, wo du stehst.
Doch ich glaube, das weißt du doch schon längst.
Wüsste ich nur, was in dir vorgeht, welches Detail ich übersehen habe, dass das alles erklärt.
Vertraust du mir nicht ganz? Hast du Angst, dass, wenn du alles für mich aufgibst, deinen Betrieb, dein Zuhause, deine Familie, deine Heimat und mit mir ins Ausland gehst, ich dich einmal verlassen könnte und du allein, ohne irgendwas dastehst?
Du hast mich nie gefragt, ob ich unter irgendwelchen Umständen daran denken könnte, hier zu bleiben.
Es ist noch nicht mal sicher, dass ich überhaupt gehe!
Aber ich glaube, ich würde nicht bleiben, auch, wenn du mich bitten würdest.
Zumindest würde es eine sehr schwere Entscheidung werden und das weißt du sehr genau.
Deshalb hast du nie gefragt.

Als ich in die Arbeit musste, mich verabschiedete, meintest du, am besten wir verbleiben, wie zuvor.
Ich wünschte, du hättest das nicht gesagt.
Am besten, du hättest gar nichts gesagt.
Und hättest so nicht den Moment zerstört.


Samstag, 07.06.2008, 18:35

Erinnerst du dich noch an unsere erste Nacht?
Überhaupt an unseren ersten Kuss?
Wenn ich ehrlich bin, tu ich mir schwer damit. Was führte zu diesem Kuss?
Ich weiß nur mehr, dass ich Ewigkeiten lang an deinen Haaren am Unterarm gezerrt habe, weil ich dich doch so gerne berühren wollte, aber zu schüchtern dafür war ;)
Ich weiß gar nicht, wer schließlich den ersten Schritt gemacht hat.
Wir lagen zusammen im Bett, weil wir so müde waren, aber wer berührte schließlich wen?
Ich kann mich aber so gut an dein überglückliches Gesicht erinnern, du hast so gestrahlt, die ganze Nacht, die ganze Zeit über, als hätte dich endlich jemand aus deinem Käfig befreit.
Obwohl wir keine Sekunde geschlafen haben, war ich so fit, ebenso wie du, so energiegeladen, so glücklich.
Nie hatte ich ein solches Verlangen verspürt wie mit dir in jener Nacht. Wir brachten es nicht zu Ende – und ich frage mich bis heute, was zum Teufel mich so zweifeln ließ, irgendwie wollte ich nicht so billig wirken, wollte meine Würde bewahren, und doch, ich war dir so hilflos ausgeliefert.
Als du deine Hand um meinen Hals gelegt hast, ganz sanft zwar, aber damit hast du den Weg für eine noch viel schönere Art des Miteinanderschlafens eröffnet, ich wusste, dass unsere Körper so perfekt zueinander passten, als hätten sie sich jahrelang gesucht und schließlich endlich gefunden.
Als du an jenem Morgen gingst, wusste ich, es war um mich geschehen.
Ich dachte nicht an die Zukunft, ich dachte nur daran, dass ich auf diese seltsame Art und Weise das fehlende Stück zu meinem Herzen gefunden hatte.


Donnerstag, 05.06.2008, 14:25

Ich bin nichts mehr als eine Hülle.
Das Leben muss eben immer weitergehen, wir sind alle Hamster in eigenen kleinen Rädern, laufen bis ans ende unseres Lebens.

Wir werden verletzt, Schüsse von der Seite, von vorn, manche treffen mitten ins Herz.
Wir bluten, doch niemand hat Verständnis dafür.
Niemand darf es bemerken.
Wir müssen einfach weiterlaufen.
So lange, so fest, mit den letzten Reserven, bis das Innere schließlich stirbt.

Alles, was bleibt, ist eine Hülle.
Sieh mir in die Augen und sage mir, was du siehst.
Leere, blasse Augen.
Das Feuer dahinter ist erloschen.
All das, was einst dahinter war, diese große Tiefe, all das ist gestorben.
Es sind nur noch Augen.
Spiegel des Gegenübers.

Ehrlichkeit ist Schwäche, Gefühle ebenso.
Man wird ausgelacht. Neid? Unreife? Keine Erfahrung?

Wer weiß schon, was die Gründe dafür sind.
Es tut weh.

Diese Welt hat nichts übrig für wahrlich Liebende.
Das war einmal. Höchstens.

Heute geht es doch nur mehr um Pflichterfüllung, Moralvorstellungen, Verwantwortung, Arbeit, Geld, Materialismus.
Man darf nicht, man kann nicht lieben.
Wieso?
Wieso muss man wählen? Wieso gibt die Gesellschaft vor, wem das Herz gehört?
Die Liebe sucht in den Sternen und schickt uns eine chance, wir selbst zu werden.

Nur die Stärksten kommen durch.
man ist nicht stark, wenn man das Verlassen des Seelenpartners überlebt. Zumindest äußerlich.
Menschen verstehen nicht, wie groß diese Narbe ist, wie ewig sie bleiben wird.

Man gilt als verrückt, wenn man heute sagt, dass man für den anderen sein Leben geben würde. Und das auch so meint.
Man bekommt gleich den Stempel "rosarote Brille", weil die Welt nichts mehr versteht von der Liebe.

Die Welt hat die wahre Liebe vergessen.


Sonntag, 01.06.2008, 12:25

Brief an M

An so Tagen wie gestern möchte ich am liebsten herausschreien, wie unglaublich sicher ich mir bin, dass sich nie etwas daran ändern wird, dass du der Mann bist, mit dem ich mein Leben verbringen will.
Ich wünschte, es könnte immer so sein… Wieso siehst du das nicht, diese Perfektion, diese wunderbare, einzigartige Harmonie zwischen uns?

Es ist so wunderbar, wenn es für andere selbstverständlich ist, dass ich bei dir bin, wenn sie dich besuchen kommen.
Wenn es die leute wundert, wenn sie nach der Arbeit fragen, ob du alleine bist und ja sagst.
Es sind so wunderbar, wenn du mich an einem Pokerabend vor all deinen Freunden küsst, wenn ich neben dir sitzen kann, ganz eng an dich gekuschelt, und es jeder als selbstverständlich hinnimmt.

Umso mehr bricht es mir das Herz, wenn du nachhause fährst. Wenn ich weiß, du bist bei IHR.
Wenn du immer wieder, genauso wie ich, versuchst, das ganze zu beenden, es aber nicht schaffst.
Man kann die Liebe nicht zerstören. Sie wird immer da sein. Man muss ihr folgen, um glücklich zu sein.

Du sagst oft, du hast Angst vor meinem Temperament. Ich kann tatsächlich furchtbar sein, bringe uns dadurch so sehr ins Wanken, in eine solch unangenehme Situation, in Streit. Das möchte ich doch auch nicht.
Ich brauche den Fels in der Brandung so sehr wie du ihn brauchst.
Ich wünschte, ich könnte dein Fels sein. Was mich davon abhält? Diese Panik. Die unglaubliche Angst, dich zu verlieren, dass du – wieder einmal – aufstehen würdest und sagen würdest, du möchtest mich nicht mehr sehen, es tut zu weh.
Weil ich weiß, dass du nicht mir gehörst, genügt schon ein kleiner Augenblick, ein aufblitzender Gedanke, um mich mehr oder weniger durchdrehen zu lassen.
Weil ich sonst nicht weiß, wie ich mit dem Schmerz umgehen soll.

Für alle, die mich kopfschüttelnd belächeln und fragen, warum ich dich nicht einfach verlasse? Wenn es so weh tut und sich nichts ändert?
O, das hab ich versucht. Tausendmal versucht. Er doch genauso.
Doch wir sind eben füreinander geschaffen, dass kann ich auch sagen, ohne rosarote Brille, wie mir oft vorgeworfen wird. Selbst wenn man die Situation ganz nüchtern, klar und objektiv betrachtet, kann man sagen, dass alles dafür spricht, eine gemeinsame Zukunft zu haben.

Die Frage ist immer, was dich davon abhält.
Ehrlich, diese Frage lässt meinen Kopf platzen, so oft wie ich darüber nachdenke.
Und ehrlich, ich hab auch keine Kraft mehr, mir noch weiter den Kopf darüber zu zerbrechen, wenn ich es mit ALLEN Mitteln nicht ändern kann.
Dennoch, nie hat es jemand geschafft, mir das Licht in mein Leben zurückzubringen, diese ewige schwarze Routine zu durchbrechen, mein Herz frei sein zu lassen, mich so dermaßen glücklich zu machen.
In dem Moment, in dem ich weiß oder befürchte, dich nicht wieder zu sehen, geht meine Welt unter. Ich bin mehr als am Boden zerstört. Am Ende.

Manche haben mir vorgeworfen, emotional abhängig zu sein. Das wäre ich, wenn ich mir alles von dir gefallen ließe, wenn du mich wie Dreck behandeln würdest und ich trotzdem immer zu dir zurückschleichen würde.
Gut, wenn du wiedermal versuchst, dich zu trennen, willst du alle Brücken hinter dir abbrechen. Versuchst mich zu verletzen, damit ich gehe.
Aber das entscheidende schaffst du nicht. Genausowenig wie ich.
Weil wir eben beide dasselbe fühlen!
Gott, wie oft haben wir schon versucht, einander zu verletzen, nur damit der andere geht? Damit die Gefühle irgendwie weniger werden?
Wir gehören einfach zueinander.


Mein Plan steht fest; ich geh ohnehin ins Ausland. Ob mit dir oder ohne dich.


Manche würden sagen: Sei froh, dass du wenigstens die große Liebe schon einmal genießen durftest! Andere erleben so was ihr ganzes Leben lang nicht!
Doch ehrlich, ich hätte darauf verzichtet.
Ich wünschte, ich hätte mein langweiliges schwwarzes Routineleben weitergeführt bis in alle Ewigkeit, anstatt dich kennenzulernen, den Mann meines Lebens, und dich zurücklassen zu müssen.
Ich wünschte so sehr, du würdest mir in die Augen sehen und sagen, dass du mich nur ausgenutzt hast, dass du mich nicht liebst.
so oft hab ich dich schon darum gebeten, doch du tust es nicht, du kannst es nicht, denn es entspricht nicht der Wahrheit...


Mittwoch, 21.05.2008, 22:30

Im Job bekomme ich alles.
Ich hab beinahe alle Punkte im amerikanischen Aufnahmetest geschafft - sogar amis fallen da durch.
Ich musste nie lernen, hatte immer Glück.
Heute hab ich schon wieder einen tollen neuen Zweit-job angeboten bekommen, ein Traumjob, nach dem sich abertausende die Finger lecken würden, für den man gewöhnlich laaaaange Jahre der Ausbildung über sich ergehen lassen muss - und heute spaziert eine Dame in mein Geschäft und bietet mir das an.
Einfach so

Mein eigenes Pferd ist eines der besten und hat trotz vieler Vorhersagen Vertrauen zu mir gefasst.

In beruflicher Hinsicht bekomme ich wohl alles, ob ich es will oder nicht, da bin ich ein echtes Glückskind, alles fliegt mir ohne Anstrengung einfach so in den Schoß.

Doch das alles bedeutet mir nichts.
Für mich zählen im Leben andere Dinge; was würd ich dafür geben, diese zu erreichen?
Trotz allem, trotz der vielen Höllen, die ich schon durchwandern musste, bleibt mir der Ausgang verwehrt.

Hab ich das Glück nicht verdient?
Soll meine Raketenkarriere etwa ein Ausgleich sein?
Aber ich hab doch nie darum gebeten!

Heute ist einer meiner erfolgreichsten Tage meienr Laufbahn und ich bin am Boden zerstört.
Meine Freunde feiern, ich wäre auch eingeladen.
Ein guter Tag für uns alle.
Und ich sitze zuhause, weiß nicht weiter.
Sehe zum ersten Mal ein meinem Leben keinen Weg mehr vor mir.
Kein sich-selbst-Trösten via Die Zeit vergeht ohnehin.
Es scheint, als hätte ich die Abzweigung zum Glück gerade verpasst, Umkehrmöglichkeit ausgeschlossen.

Weil ich alles erreiche und dennoch das einzige, was mich glücklich macht, unerreichabr bleibt.


Samstag, 17.05.2008, 21:33

Heute war ich nochmal kurz in meiner alten Arbeit, hab meine Uniform zurückgegeben.

Nun ist es also offiziell vorbei.
Die Zeit dort, die Zeit mit ihm... ist abgelaufen.

Er ist umgezogen, ich hab ihm noch geholfen, die Sachen aus dem Auto in die neue Wohnung zu bringen... genau die, die ich mir immer gewünscht hab.
Eine große, helle Wohnung, tolle Küche, tolles Wohnzimmer... nun wohnt er alleine dort.

Ich sah ihn heute noch kurz.
Er fragte mich, ob das jetzt wohl der offizielle Schlussstrich sei.
Er fügte noch hinzu: "Was soll ich denn bloß tun? Wenn ich mir doch nur über meine Gefühle im Klaren wäre..."

Ich antwortete nicht. Drehte mich um und ging.
Ich habe lange genug gewartet. Lange genug all das ertragen. Lange genug gelitten.

Warum ich ständig Bilder aus "Grey's Anatomy" benutze?
Nun, irgendwie fühle ich mich wie Derek: Habe meine Liebe gefunden, will sie heiraten, mein Leben mit ihr verbringen, doch der Partner zögert. Und zögert. Und zögert.
Und irgendwann hat man dann genug vom ewigen Warten und von sinnloser Überzeugungsarbeit.

Ich habe nun die Chance, mein Leben zu ändern.
Ich weiß bald, ob ich ins Ausland gehen kann, ich hab eine neue Arbeitsstelle, die Branche gewechselt, meinen Freundeskreis gewechselt.
Hätte ich weiterhin auf ihn gewartet, wär mein Leben wohl an mir vorbei gezogen.

Es ist so eine verdammt traurige Geschichte.
Vor allem, weil er nicht das typische A* ist, der normalerweise seine Freundin über Monate betrügt und mit der Affäre nebenbei ein ganzes eigenes Leben aufbaut.
Er ist ein guter Mensch. Er weiß es eben tatsächlich nicht.

Wie oft haben wir von Kindern geredet. Sie wären wohl perfekt geworden.

Es gibt Menschen, die sich nie von einer zerbrochenen Liebe erholen. Weil es die einzige in ihrem Leben war, ist. Die Eine, die wahre, die immerzu in all den schnulzigen Filmen und Büchern beschrieben wird.
Ich glaubte ja auch nie daran, und ja, das Leben geht ja auch weiter, die Frage ist nur wie.

Ich glaube, ich bin einer dieser Menschen.
Er hat all meine Liebe und noch viel mehr aufgebraucht.

Aber ich konnte doch nicht länger warten.
Der Punkt, an dem ein Leben mit ihm mehr schmerzt als sein Verlust, ist erreicht.
Es tut mir so leid, um unsere nicht geschehene Zukunft, um unsere ungeborenen Kinder, um all die schöne Zeit, die wir gemeinsam erleben hätten können.


Mittwoch, 14.05.2008, 19:37

Es ist wunderschönes Wetter, fahre auf der Autobahn in meinem neuen Auto zu meinem neuen Job, der mir so unendlich gut gefällt, mit dem Schlüssel des Geschäftes in der Tasche und sehe auf meine Haut, die schon wunderbar braun ist.

Überall ist es grün, das Gras wächst wie verrückt, mein Pferd ist wieder pumperlgesund, ihre Hufe sind tadellos, wir haben neue große Kästen bekommen, das böse neue Pferd wurde von der Herde getrennt.

In zwei Wochen werde ich wissen, ob ich ins Ausland gehen kann und in diesem kurzen, vorbeizischenden Moment fühle ich mich so frei, so glücklich so unbeschwert... wenn ich ihn niemals kennen gelernt hätte.

Ehrlich, man sagt, danke für die schöne Zeit und so... aber ich sage eher, ich wünschte, ich hätte ihn nie getroffen...

so sehr er mein Leben auch bereichert hat, so groß sind auch die Schmerzen, die ich hatte, die ich immer noch habe.

Am Freitag sehe ich ihn zum letzten Mal.
Ich wünsche ihm, dass er unglücklich wird. Dass er bemerkt, dass er den falschen Weg gewählt hat.

aber was soll ich sagen? Ich kann nicht wütend sein, nicht traurig.
Ich habe es versucht, gekämpft und hab nun verloren.
Man muss einsehen, wann man das Feld räumen muss, nicht wahr?
Ich gebe auf.
Das ist wohl das erste Mal in meinem Leben.
Aber was solls, auch das muss ich lernen.


Sonntag, 04.05.2008, 14:46

Ich glaube es kaum, noch ist es erst einige Minuten her und vermutlich kommt der harte Schlag erst irgendwann in den nächsten Tagen, aber...


ich habs geschafft!
Endlich! Ich habe es beendet.
Nun hat es ein Ende.

An so einem schönen Tag, den wir eigentlich gemeinsam verbringen wollten, bin ich einfach so gegangen!
Sein Telefon läutete und ich wusste sofort, wer dran war - und im selben Moment dachte ich: Das ist deine Chance!
Hopp, Zeug schnappen und aus der Tür raus!

Gott, ich bin so stolz!
Weil sich doch nie was ändern würde.
Ich habe es versucht und es hat nicht funktioniert.
Offenbar war er eben nicht der Richtige für mich! Naja, was solls. Einmal Klogriff ist doch wohl verzeihlich.

Ich hoffe, dass es diesmal nicht so schlimm wird wie das erste Mal und ich es - bitte bitte bitte!! - durchhalten kann.

endlich hat es ein Ende!